Open Source Lösung für die 3D Druck Community: Gesichtsschutz zum Ausdrucken

10.04.2020 10:48

Das Institut für Innovation und Industrie Management der TU Graz, dem auch IMG Mitbegründer Manfred Peritsch als ehemaliger Doktorand und Universitätsassistent eng verbunden ist, lebt Open Innovation in Zeiten der Coronakrise vor. 

In Windeseile hat das Team des institutseigenen Innovation Labs unter der Leitung von Universitätsprofessor Christian Ramsauer und der intensiven Einbeziehung von ÄrztInnen und ExpertInnen der steirischen KAGES Prototypen für die Erstellung von sogenannten Faceshields entwickelt und getestet, um dem aktuellen Engpass an medizinischer Schutzbekleidung in Österreich entgegenzuwirken. 

Das Ergebnis ist ein transparenter Schutzschild, welches mit einem Gummiband komfortabel und einfach am Kopf befestigt werden kann. Das Faceshield besteht aus drei Teilen: Einer durchsichtigen DIN A4 Schutzfolie, dem Bandmaterial und einem Kopfstück. 

Die TU Graz hat die Drucker bereits angeworfen und es werden in einer Pilotserie gerade rund 10.000 Gesichtschutzschilde produziert. Seit Ende März läuft die Produktion der Faceshields im Schichtbetrieb, um diese in weiterer Folge steirischen Spitälern zur Verfügung stellen zu können. An einer großserientauglichen Lösung als Spritzgußteil wird mit einem Industriepartner bereits gearbeitet.

Seit vergangenem Freitag, 10.4.2020 stehen Zusammenbauanleitungen und Druckdateien als Open Source Variante für die private Nutzung auf der Website des Instituts zum Download für die 3D Druck Community bereit.

Jeder, der über einen entsprechenden 3D-Drucker verfügt, kann das medizinisch getestete Faceshield selbst herstellen. Eine großartige Initiative – herzlichen Dank an das engagierte IIM- Entwicklungsteam!